Dos and Don’ts der FUE-Haartransplantation

Eine kosmetische Haartransplantation birgt wie jede Operation Risiken und Nebenwirkungen. Durch eine transparente Kommunikation mit der ausführenden Klinik, die Wahl der idealen Behandlungsmethode und die gemeinsame Zielausrichtung wird gewährleistet, dass diese kalkulierbar bleiben. Eine Haartransplantation ist insofern eine Investition in die Zukunft, weil Ihnen jede namhafte Klinik, die etwas auf sich hält, eine Garantie geben kann, dass die eingesetzten Haartransplantate ein Leben lang wachsen werden, sofern Sie bei guter Gesundheit bleiben und die Resthaare an der Geberstelle weiterwachsen werden. Um das Maximum aus Ihrer Behandlung herauszuholen gilt es folgende Dinge zu beachten:

Generelle Hinweise

  • Seien Sie sich der Tatsache bewusst, dass die Resultate stets sehr individuell sein werden, da jeder Mensch anders veranlagt ist. Das letzte Wort hat immer der Organismus. Stecken Sie daher mit den zuständigen Chirurgen Ihr gewünschtes Ergebnis möglichst konkret ab, damit diese sich dem Idealbild akkurat annähern können. Arbeiten Sie diesbezüglich mit Vergleichsfotos, stellen Sie Relationen zu früher her, fertigen Sie Fotomontagen in Photoshop an, klicken Sie sich allenfalls durch die Referenzgalerie des behandelnden  Institutes und bringen Sie Idealprofile von Drittpersonen mit, welche Ihnen zusagen. Machen Sie es dem Fachpersonal so einfach wie nur möglich, um ihm eine möglichst präzise Vorstellung über Ihr Anliegen zu vermitteln. Die Fachleute werden Ihnen dann schon mitteilen, was mit in einer Behandlung möglich und was allenfalls utopisch ist. Wenn Sie sich noch unschlüssig sind, aber trotzdem Veränderung wünschen, dann lassen Sie sich beraten und holen Sie Inputs von der Klinik. Diese verfügen meist über viel Erfahrung und können am besten beurteilen, was zu einem ästhetischen Ergebnis führt ohne künstlich zu wirken.
  • Um eine optimale, volle und dichte Haarpracht zu erhalten sind unter Umständen mehrere Sitzungen notwendig. Wobei die zweite Behandlung frühestens 8-9 Monate nach der Erstbehandlung erfolgen kann. Je nach Alter, persönlicher Veranlagung, dem Stadium  des Haarausfalls und Ihrem individuellen Anspruch kann es aber durchaus auch Sinn machen für ein solches Vorhaben mal ein paar Jahre verstreichen zu lassen. Haarausfall ist, sofern er nicht akut ist, ein schleichender Prozess, sodass es sicherlich auch nicht falsch ist mal abzuwarten. Es liegt in der Natur der Sache, dass sich nur so abschliessend beurteilen lässt wie sich der Haarbestand effektiv entwickelt.
  • Was sich generell immer negativ auf die Haarqualität auswirkt sind unter anderem: Stress, übermässiger Medikamentenkonsum, einseitige bzw. unausgewogene Ernährung über lange Zeiträume, intensive Sonnenbestrahlung sowie Alkohol und Nikotingenuss.

    Verhaltenstipps vor der Haartransplantation

  • Verzichten Sie 5 Tage vorher auf Alkohol oder die Einnahme anderer Drogen
  • Ausreichend Schlaf ist bei einer Minimal-Invasiven-Operation wie einer Haartransplantation immer von Vorteil
  • Am Behandlungstag ist die Anwendung von Haarkosmetik wie Gel, Wachs etc. und das Konsumieren von koffeinhaltigen Getränken zu unterlassen
  • Unmittelbar vor dem Eingriff empfiehlt es sich nur leichtverdauliche Kost zu sich zu nehmen und den Durst ausreichend zu stillen, da je nach Umfang der Schönheits-OP während mehrerer Stunden konzentriert gearbeitet wird
  • Tragen Sie, auch in Ihrem Interesse, bequeme, nicht zu eng sitzende Kleidung
  • Lassen Sie sich Chauffieren, reisen Sie mit dem ÖV an oder logieren Sie in der Nähe der Klinik
  • Falls Sie unter Medikamenten stehen, sollte der behandelnde Arzt unbedingt im Vorspann darüber unterrichtet werden. Einerseits möchte man damit verhindern, dass mit den vomHaarchirurgen verordneten Medikamenten Wechselwirkungen entstehen, andererseits möchte man ausschliessen, dass die Präparate blutverdünnende Wirkung (bsp. Asprin, Alcacyl, Treupel etc.) haben. Letzteres wäre für die Behandlung suboptimal, sodass Sie derlei Medikamente mindestens eine Woche vor der Haartransplantation absetzen sollten. Gleiches gilt sinngemäss für die Einnahme von Minoxidil-Präparaten wie Rogaine, Reagine, Spectral etc. Die Behandlung mit Minoxidil sollte erst nach Abklingen der Wunden und dem kompletten Rückgang der Rötungen fortgesetzt werden. Demgegenüber kann etwa Finasterid ohne Unterbruch eingenommen werden.
  • Idealerweise schneiden Sie Ihre Haare spätestens vier Wochen vor dem Eingriff letztmals. Diese Massnahme erlaubt es Ihnen nach der Operation besser zu kaschieren. Die Haare dürfen selbst an der Entnahmestelle 3 cm und mehr lang sein. Der Chirurg und sein Team werden Ihnen die Haare an den benötigten Stellen schon so schneiden, dass es für sie praktisch ist. Wobei es bei höheren Transplantatzahlen schon mal vonnöten sein kann grössere Flächen bis hin zum kompletten Haarkranz zu rasieren.
  • Je nachdem wie gross die Stelle ist, wo transplantiert wird, kann nach der Behandlung zu deren Schutz und zum Kaschieren auch ein locker sitzender Hut getragen werden. Sprechen Sie so ein Unterfangen jedoch immer vorab mit dem zuständigen Fachpersonal ab um Druckstellen zu vermeiden.
  • Falls Sie zu der Sorte Leute gehören, die sich regelmässig die Haare tönen, bleichen oder färben, sollten Sie dies nicht später als eine Woche vor dem Eingriff machen
  • Waschen Sie Ihr Haar vor der Behandlung ungeniert mit Ihrem gewohnten Shampoo

Verhaltensregeln und nützliche Infos für nach der Behandlung

Tag 0-1:

  • Nach einer kurzen Beobachtungszeit von 0.5-1 Std. nach dem Eingriff dürfen Sie die Praxis verlassen. Im Idealfall lassen Sie sich von einer Begleitperson abholen, reisen mit dem ÖV zurück oder gönnen sich eine Unterkunft im unmittelbaren Radius der Klinik.
  • Machen Sie am gleichen Tag keine Termine mehr ab. Ruhen Sie sich aus nach den Strapazen. Sie sollten sich jetzt schonen und keinesfalls zu stark bewegen. Schauen Sie fern, lesen Sie etwas oder vertreiben Sie sich die Zeit mit einer sonstigen, nicht sehr beanspruchenden Tätigkeit.
  • Bei umfassenderen Eingriffen am Stirnansatz ist es übrigens möglich, dass es zu einer mittleren bis grösseren Schwellung kommen kann, welche sich bis unter die Augenpartie ausbreiten kann. Falls dies eintritt sollte Sie dies nicht weiter beunruhigen. Es kann schon mal vorkommen, dass der Körper so reagiert. Lassen Sie sich bloss nicht irritieren. Schmerzen sind dadurch keine zu erwarten und auf das künftige Wachstum der Haare hat dies keinen nennenswerten Einfluss.
  • Um eine zusätzliche Schwellung zu vermeiden sollte mit erhöhtem Kopfteil geschlafen werden bsp. mithilfe eines Nackenkissens. Und apropos Nachtruhe: Legen Sie sich heute nicht zu früh ins Bett.
  • Nehmen Sie die verabreichten Medikamente wie verordnet ein
  • Essen Sie nicht überschwänglich und verzichten Sie die kommenden Tage auf Alkohol
  • Vermeiden Sie zudem direkte Sonneneinstrahlung
  • Sport ist für die nächsten 5-7 Tage tabu

Tag 2:

  • Heute darf der Verband entfernt werden.
  • Waschen Sie Ihre Haare unter keinen Umständen. Lassen Sie den Heilungsprozess voranschreiten.
  • Vermeiden Sie weiterhin direkte Sonneneinstrahlung
  • Unterdrücken Sie den Juckreiz und kratzen Sie nicht!
  • Auch heute gilt: Kopf hoch lagern!
  • Um einer möglichen Schwellung entgegenzuwirken können Sie falls nötig in der zweiten Tageshälfte punktuell Eis auflegen.
  • Je nach Berufsgattung können Sie auch wieder Ihrer Arbeit nachgehen. Sofern es sich eher um kognitive und weniger um manuelle Tätigkeiten handelt sollte es gegebenenfalls möglich sein. Dies jedoch immer unter der Voraussetzung, dass es die Haare nicht tangiert und dabei nur leichte Bewegungen vonnöten sind.

Tag 3:

  • Prinzipiell gilt es dasselbe zu beachten wie an den vorhergehenden Tagen. D.h. kein Sport, Kopf hoch lagern, verordnete Präparate einnehmen etc.
  • Zusätzlich sollten heute die Haare erstmals gewaschen werden. Agieren Sie dabei vorsichtig und verwenden Sie dazu das abgegebene Medizinal- Shampoo.

Ab Tag 4:

  • Von nun an sollten die Haare jeden Tag gespült werden. Dies birgt den Vorteil, dass sich die Verkrustungen aufweichen und zu lösen beginnen. Damit einhergehen werden unausweichlich auch einige Haare ausfallen. Doch kein Grund zur Sorge, das ist völlig normal. Dabei handelt es sich um Haare die noch in der „Pipeline“ waren. Wichtig ist, dass die Haarwurzel drin bleibt. Und wenn Sie sachte mit den neuralgischen Punkten vorgehen, dann werden sie das auch!

Ab Tag 5:

  • Was die Spenderregion betrifft sollten die Entnahmestellen nun schon merklich geschlossen sein.
  • An der Stelle wo die Transplantate eingesetzt wurden kann es sein, dass die Haut an gewissen Stellen noch etwas gerötet ist. Vereinzelt können auch schon Haare nachwachsen. Wobei das Gros der neuen Haare erst nach 3-4 Monaten zu spriessen beginnt.

Ab Tag 8:

  • Mittlerweile sollten sich bei den Waschvorgängen auch die restlichen Krusten lösen. Lassen Sie das Shampoo vor dem Ausspülen ruhig etwas einwirken und spülen Sie lange nach. Rubbeln Sie, die nach dem zweiten Spülgang verbleibenden Krusten, vorsichtig mit einem Frottiertuch weg.
  • Die Entnahmestellen schliessen sich immer mehr und an der Stelle wo die Transplantate eingesetzt wurden kommt die Haut grösstenteils wieder ebenmässig daher. Es ist allerdings möglich, dass sich vereinzelt noch kleine, rote Erhebungen auf der Kopfhaut befinden. Das sind Irritationen, die durch eingewachsene Resthaare ohne Wurzeln hervorgerufen werden. Diese werden mit den neu verpflanzten Haaren nach und nach herauswachsen.

Ab3 Monaten:

  • An der Entnahmestelle verbleiben nur noch kleine Punkte. Diese Hautverfärbungen sind jedoch, sofern nicht ein Kurzhaarschnitt im unteren Millimeterbereich getragen wird, ohne Vergrösserungsglas kaum sichtbar. Bei kurzen Männerfrisuren könnte es vielleicht mal einem geschulten Friseur auffallen, aber ansonsten ist es auf den ersten Augenschein nicht wahrnehmbar.
  • Das transplantierte Haar beginnt allmählich zu spriessen. Manchmal vorderhand etwas kraus in der Beschaffenheit, aber im Laufe der Zeit werden die Haare immer fester und glatter. (Ein Kopfhaar wächst übrigens im Durchschnitt zwischen 1-1.2 cm pro Monat.)

Ab 8-9 Mt :

  • Das endgültige Resultat ist erst nach Ablauf dieser Zeitspanne zu erwarten. Dies liegt schlichtweg daran, dass das Haar Zeit braucht um Wurzeln zu schlagen. Ausserdem befinden sich niemals alle Haare gleichzeitig in der Wachstumsphase.

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